Wenn Sie bei sich einige der Symptome feststellen und sie abklären lassen möchten, dann führt der erste Weg zum Neurologen. Der Neurologe wird Ihnen Fragen stellen und einige Untersuchungen durchführen. Der nächste Schritt ist das Schlaflabor.

Im Schlaflabor werden spezifische Untersuchungen durchgeführt, wie z.B. die Polysomnographie mit EEG (Elektroenzephalografie), EMG (Elektromyographie) und EOG (Elektrookulographie), wodurch ein Schlafprofil erstellt wird; Blutuntersuchungen, bei der die HLA Marker bestimmt werden, die Pupillographie, der MWT (Multipler Wachbleibetest), der Vigilanztest, der MSLT (Multipler Schlaflatenztest) und evtl. eine Lumbalpunktion.

All diese Tests werden anschließend ausgewertet und damit eine Diagnose erstellt.

Fachbegriffe:

So nennt man die Untersuchung im Schlaflabor.

Elektroenzephalografie: Dabei werden durch Kabel und Elektroden am Kopf die Hirnströme gemessen.

Elektromyographie: Dabei wird durch Kabel und Elektroden, die am Körper befestigt werden, die Muskelspannung gemessen.

Elektrookulographie: Dabei wird die Augenbewegung gemessen.

Das Schlafprofil gibt Auskunft über Schlafdauer, Schlaftiefe, Schlafunterbrechungen und die innere Organsation des Schlafes. Um das Profil erstellen zu können, werden Elektroden an Körper und Kopf befestigt, wodurch Herzfrequenz, Atmung, Beinbewegungen und Körperlage gemessen werden. Über einen Fingerclip wird der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen.

Human Leukocyte Antigens: Das ist eine Gruppe menschlicher Gene, die für das Immunsystem sehr wichtig sind.

Mit diesem Test kann man die Tagesmüdigkeit und Aufmerksamkeitsstörungen messen. Man sitzt dafür in einem abgedunkelten Raum, bekommt eine dunkle Brille aufgesetzt und muss 11 Minuten durch ein Gerät (eines wie beim Augenarzt) auf einen roten Punkt starren. Während man auf diesen Punkt starrt, misst das Gerät die Veränderungen der Pupille – dadurch kann ermittelt werden, ob und wie müde man ist.

Bei diesem Multiplen Wachbleibetest wird geprüft, ob man in der Lage ist, wach zu bleiben, wenn man 30 Minuten in einem Sessel oder Bett sitzt, das Zimmer dabei dunkel ist und man nicht abgelenkt wird. Es soll also eine eintönige, monotone Situation erstellt werden.

Bei diesem Test wird die Aufmerksamkeit gemessen. Dazu sitzt man in einem abgedunkelten Raum vor einem Computermonitor und muss eine monotone Tätigkeit ausüben. Dabei wandert ein schwarzer Punkt auf weißen Punkten im Kreis. Manchmal überspringt der schwarze Punkt einen oder zwei weiße Punkte, und wenn das der Fall ist, muss man auf die Leertaste des Computers drücken. Der Test dauert ca. 25 bis 60 Minuten.

Bei dem Multiplen Schlaflatenztest wird die Tagesschläfrigkeit gemessen. Dabei muss man sich fünfmal im Abstand von zwei Stunden ins Bett legen und versuchen, einzuschlafen. Während dieser Zeit bleibt man an den Geräten angeschlossen, die die Gehirnströme, die Muskelspannung und die Augenbewegungen messen. Bei diesem Test wird überprüft, wie lange man braucht um einzuschlafen, und wann und ob die REM-Phase eintritt.

Die Lumbalpunktion ist eine Punktion des Rückenmarks, um den Hypocretinwert zu ermitteln.

Hypocretin (auch Orexin genannt) ist ein Hormon, das im Zentralen Nervensystem (im Hypothalamus) gebildet wird und Einfluss auf den Schlafrhythmus hat.