Die Idiopathische Hypersomnie ist genau wie die Narkolepsie eine seltene, lebenslang andauernde (chronische), neurologische Erkrankung, die zur Zeit nicht heilbar, aber bedingt behandelbar ist.

WAS IST EINE IDIOPATHISCHE HYPERSOMIE?

Es gibt zwei Formen der idiopathischen Hypersomnie. Bei der ersten Form schläft man nachts sehr lange, über 10 Stunden am Stück, oft sogar bis zu 18 Stunden. Auch wenn man diese lange Zeit geschlafen hat, ist man trotzdem nicht ausgeruht oder erholt, man hat das Gefühl, dass man weiterschlafen muss. Oft muss man sich dazu zwingen, aufzustehen und seinen Tagesablauf zu regeln. Dann gibt es die zweite Form. Dabei hat man von der Zeit her einen normalen Nachtschlaf, man schläft zwischen 6 und 10 Stunden am Stück, aber man ist dafür tagsüber sehr oft sehr müde. Man muss sich mehrmals täglich hinlegen und schlafen, danach fühlt man sich nur kurzfristig erholt. Auch hier muss man sich dazu zwingen, seinen Tagesablauf zu regeln.

WAS SIND IHRE SYMPTOME?

Die Symptome dieser Idiopathischen Hypersomnie sind denen des Narkolepsie-Typs 2 sehr ähnlich, wie z.B. das plötzliche Einschlafen ohne Vorwarnung, starke Müdigkeit, gegen die man nichts machen kann, starke Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, schwache Beine usw. Auch die Behandlung ist sehr ähnlich derer des Narkolepsie-Typs 2, doch das Problem ist dabei, dass die meisten Medikamente nicht für die Idiopathische Hypersomnie zugelassen sind – und somit von den Ärzten im Offlabel verschrieben werden müssen. Was man aber auf alle Fälle tun kann, ist die Einhaltung einer Schlafhygiene. Schlafhygiene bedeutet, dass man sich täglich zur selben Zeit zum Schlafen legt und zur selben Zeit aufsteht. Tagsüber legt man sich nur zu bestimmten Zeiten zum Schlafen hin; außerdem sollte man dann nur eine begrenzte Zeit (am besten nur 30 Minuten) versuchen zu schlafen – und das am besten jeden Tag.

Typische Symptome:

Nächtliche Beinbewegungen, die schlecht zu kontrollieren sind und die einen oftmals vom Schlafen abhalten.

Wenn das Gehirn schon im Schlafmodus ist und der Körper noch nicht, spricht man vom „automatischen Handeln“. Schreibt man gerade z.B. an einem Absatz, kann es passieren, dass man einfach weiter schreibt. Oder aber man geht, obwohl das Gehirn schläft.

Man wechselt mitten in einer Erzählung auf ein völlig anderes Thema, welches nichts mit dem vorigen zu tun hat.

Bestimmte Wörter oder Buchstaben lassen sich nicht aussprechen.

Man läuft im Schlaf durch die Gegend und unterhält sich vielleicht sogar mit anderen, oder man kocht, staubsaugt, usw.

Man starrt auf einen Punkt und kann die Augen nicht abwenden, man sieht aber auch nicht mehr klar, was vor einem passiert.

Weitere Symptome:

Unkonzentriertheit, extreme Müdigkeit, extreme Vergesslichkeit, ständiges Gähnen, Einschlafen beim Autofahren (egal ob Fahrer oder Beifahrer), einschlafen bei monotonen Tätigkeiten wie z.B. als Beifahrer im Auto oder längerer Tätigkeit am Computer, Tunnelblick vor dem Einschlafen, Nervosität, Zappeln/Unruhe bei Müdigkeit, Albträume, Wortfindungsstörungen, schwer aufzuwecken/schlechtes Aufwachen am Morgen, Unterhaltungen im schlafenden Zustand, schwankende Leistungsfähigkeit.